Das Kind in uns bewahren

Interview mit Leiter Training & Solution Engineering David Pfeifer

Dank David Pfeifer sind wir multimedial immer mit dem gewissen Extra unterwegs – in seinem Interview gibt er einen Blick hinter die Kulissen unseres Trainingsangebots und erklärt, wieso es so wichtig ist, stets das innere Kind zu bewahren. Viel Freude beim Lesen!

November 15, 2021

Hi David, danke, dass du beim Interview mitmachst! Wir beginnen auch schon mit der traditionellen ersten Frage. Du bist Leiter Training & Solution Engineering – was genau bedeutet das und was machst du?

In der Regel immer etwas anderes, als man sich vorgenommen hat. Grundsätzlich sieht es tagtäglich so aus, dass man irgendwelche neuen Anfragen oder Eskalationen rein bekommt, weil das Solution Engineering so etwas wie der lokale Last-Level-Support ist. Das heißt, bei uns konzentrieren sich die ganzen Produktspezialisten und damit bekommen wir Kundeneskalationen auf den Tisch, oder Anrufe vom Sales zur Unterstützung. Also ganz unvorhergesehene Sachen sind der Alltag (lacht).

Ah okay, das ist also der Solution Engineering Teil. Und beim Thema Training, was machst du da?

Im Endeffekt machen wir alles was interne und externe technische Ausbildung angeht, auch internes Sales-Training. Eigentlich alles was nicht mit Prozessen oder persönlicher Weiterbildung zutun hat, wird abgedeckt. Der Überbegriff Produkttraining wird es wahrscheinlich am besten treffen.

Insgesamt haben meine Solution Engineers die Aufgabe, beim Kunden zu sein und Probleme zu lösen. Ich fokussiere mich mehr auf die Veranstaltungen und die Trainings, aber auch das wechselt sich immer mal ab. Das sind eher Aufgabenschwerpunkte, bei mir ist es z.B. 70 zu 30 was Trainings und Kundenprojekte angeht, bei den Solution Engineers sind dann 90% Kundenprojekte und 10% Trainings.

Wie sieht dann so eine typische Arbeitswoche aus?

Die Arbeitswoche beginnt montags meist mit sehr vielen Besprechungen. Aber das ist glaube ich bei allen so (lacht).

Haha ja, das wollte ich auch gerade sagen.

Bei uns liegt das aber auch vor allem daran, dass wir Trainingsveranstaltungen hauptsächlich zwischen Dienstag und Donnerstag machen. Die mittleren Wochentage sind dann weitestgehend für Veranstaltungen reserviert und mit diesen belegt.

Wo finden diese Schulungen eigentlich statt?

Die sind hier bei uns vor Ort im Schulungszentrum [an den Standorten Frankfurt und Mägenwil] oder online. Mit den Schulungen sind wir momentan auch fast jede Woche unterwegs. Wir machen in der Regel 1-2 Partnertrainings im Monat, der Rest ist mit internen Trainings aufgefüllt. Wir haben selten mal eine Woche, in der nicht wenigstens eine Veranstaltung ist. Ansonsten sind es 1-2 die Woche.

Ich sehe, das Wissen wird bei uns intensiv verbreitet.

Genau (lacht). Und Freitag arbeitet man auf, was die Woche über so reingekommen ist, die Welt steht ja nicht still während man im Schulungsraum ist. Simpel zusammen gefasst würde ich sagen Montag Calls, Dienstag bis Donnerstag Schulungen und Freitag Mails.

Niemals das Spielen verlernen!
David Pfeifer
und seine Lebensweisheit, die viel Freude bringt

Sehr gut kompartimentiert! Wie hat sich deine Zeit bei Ascom entwickelt?

Angefangen habe ich damals als Technischer Trainer, das war in 2015. Das hat sich dann weiterentwickelt, irgendwann habe ich die Demo-Systeme mit übernommen und bin dann mit den Sales rausgefahren, habe mit ihnen die Präsentationen bei den Kunden gehalten. So bin ich dann irgendwann Training & Development Manager geworden und mittlerweile bin ich Leiter Training & Solution Engineering. Im Endeffekt habe ich in vielen verschiedenen Bereichen meine Finger drin gehabt.

Hast du ja auch weiterhin, dank dir hatten wir ein cooles multimediales Setup beim letzten Townhall, du bist technischer Support für die Interviews des imDialog-Projekts oder auch beim Ausbau unseres Bereiches im Fraunhofer-inHaus-Zentrum. Und in Frankfurt haben wir eine App für die Parkplatz-Buchung, die stammt ja ebenfalls von dir. David ist überall (lacht)!

Das stimmt, ich glaube es gibt kaum eine andere Position in der Firma, die mit mehr Leuten unterschiedlichster Bereiche zutun hat, als ich (lacht). Und das sogar international!

Was hattest du ursprünglich denn gelernt?

Ich bin eigentlich ITler. Ich bin dann aber von der Technik in den Weiterbildungsbereich reingerutscht. Ich wurde als Techniker bei der Stadt ausgebildet, bin dann aber in den Außendienst auf dem Land gekommen. Da wurde die Breitbandtechnik gerade erst ausgebaut, die ich aus der Stadt aber schon kannte. Deswegen habe ich intern Sachen multipliziert, das hat ganz gut geklappt und von da ging es dann weiter. Ganz schleichend habe ich mich aus der praktischen IT heraus in die Weiterbildung entwickelt. Und jetzt gehe ich wieder ein wenig zurück, mit Solution Engineering bin ich wieder näher am Kunden. Irgendwann schließt sich der Kreis wieder!

Haha in der Tat, so langsam schließt sich auch der Kreis dieses Interviews und wir kommen zu den letzten Fragen. Was sind deine Pläne, Ziele, Wünsche für die Zukunft?

Privat wäre es wieder schneller abschalten zu können (lacht). Und intern, dass wir in der Abteilung noch etwas wachsen, damit wir den Anforderungen noch besser gerecht werden. Wir wachsen als Unternehmen, was natürlich auch die Anforderungen der Aus- und Weiterbildung erhöht. Auf dieses Wachstum freue ich mich.

Zum Schluss möchte ich noch auf dein Lebensmotto zu sprechen kommen – „Niemals das Spielen verlernen“.

Ja genau, ich versuche mir das innere Spielkind zu behalten, weil das geistig flexibel hält. Und obendrein ist es im Trainingsbereich das A und O, dass man mit Sachen spielt.

Ich finde, es hilft auch bei Spontan- oder Problemsituationen immens, um eine Lösung zu finden. Man denkt einfacher über den Tellerrand hinaus und entdeckt Lösungen, die auf den ersten Blick nicht direkt ersichtlich sind. Auch allgemein, nicht nur bei Problemen. So findet man immer neue Wege.

Es ist auch tatsächlich wichtig für das Gehirn, deswegen macht man das im Altenpflegebereich wieder verstärkt, vor allem haptisch, also Hand-Auge. Je erwachsener wir werden, desto weniger machen wir Sachen spielerisch und noch weniger haptisch. Also am besten gleich wieder ans Lego setzen.

Das ist doch eine gute Anweisung fürs Ende des Interviews. Vielen Dank David!

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